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Drechslertreffen Teil 4
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Vielen Dank an Peter Gwiasda aus Wehrheim, der mir diesen Artikel mit seinen Eindrücken vom Treffen zur Verfügung gestellt hat:

Kreative Ideen beim Sulzbürger Drechslertreffen

Manchmal kommt alles Gute zusammen: Ein Mensch hat die gute Idee zur rechten Zeit, erreicht die richtigen Leute mit einem aktuellen Thema und versammelt sie an einem schönen Ort zur rechten Zeit, nämlich mitten im Frühjahr in dem idyllisch gelegenen Städtchen Sulzbürg in der Oberpfalz. Am Sonntag, 15. Mai, lud der Drechsler Klaus Weichselbaum Drechsler  aus ganz Deutschland zu sich zu einem geselligen Fachgespräch. Über 30 Drechsler trafen sich auf seinem für eine solche Versammlung idealen Hof, in seinem paradiesischen Garten und in seiner Werkstatt, von der die meisten Drechsler nur träumen können.

Die Hintergründe dieses Treffens und die Motive seiner Teilnehmer sind  nicht einfach zu erläutern. So unterschiedlich die von den Gästen dort in einer kleiner Galerie  präsentierten Arbeiten, so unterschiedlich sind auch ihre Lebensbedingungen und die auf das Handwerk bezogenen selbst formulierten Leistungsperspektiven. Recht einhellig war aber eine Meinung: Die einzige deutschsprachige viermal erscheinende Zeitung „Drechseln“ müsse aktueller und besser, das heißt vielgestaltiger werden (fast alle Teilnehmer sind Abonnenten dieser Zeitschrift). Wie aber ist dieses anspruchsvolle Ziel  unter den unveränderlichen ökonomischen Verhältnissen zu erreichen? Die Idee, eine neue (eben „bessere“) Drechselzeitzeitschrift ins Leben zu rufen, wurde in realistischer Einschätzung des Marktes und der Produktionskosten schnell verworfen. Der Vorschlag, die Zeitschrift durch mehr eigene, die Bedürfnisse der Hobbydrechsler besser befriedigende Beiträge  lebhafter und nützlicher zu machen, wurde gutgeheißen. Kai Köthe, Hobbydrechsler, Autor mehrerer Drechselbücher und Verfasser vieler Artikel in der Zeitschrift, ermunterte dazu, selbst zur Feder zu greifen und Beiträge zu verfassen.  Schließlich kennt niemand  die Bedürfnisse der wachsenden Schar der Hobby-Drechsler besser als eben diese Hobbydrechsler.

Breite Zustimmung galt der Idee, eine virtuelle Drechslerzeitung zu gründen, also ein Forum im Internet zu schaffen, das aktueller als jede Printausgabe  sein kann und dazu vergleichsweise billig, auf jeden Fall bezahlbar ist. Spontan sammelten die Weichselbaum- Gäste schon mal Geld für die Installation einer solchen Internet-Zeitung für alle Menschen, die der Faszination dieses alten Handwerks erliegen. Webmaster ist der Journalist und Hobby-Drechsler Walter Dennstedt aus Regensburg. Diese weltweit verfügbare Internet-Zeitung müsse nicht zwangsläufig eine schädliche Konkurrenz für die ehrwürdige Zeitschrift „Drechseln“ sein, meinten die Drechsler; vielmehr könnte sich eine beidseits nützliche und fruchtbare Wechselbeziehung in Text und Bild ergeben.

An diesem herrlichen Frühlingstag auf dem Weichselbaum-Anwesen, vor dem Hintergrund einer mehrhundertjährigen machtvollen Sommerlinde, wurde also eine Idee geboren, die die Situation der Drechselfreunde in den deutschsprachigen Ländern deutlich verbessern könnte. Kommunikation ist immer auch Fortschritt.

Das Drechslertreffen bei Klaus Weichselbaum war ein schönes Erlebnis für alle Teilnehmer. Spannend war es überall und immer: Bei den Führungen durch Werkstatt und Holzlager, bei den Demonstrationen  spezieller Techniken, bei der Präsentation neuer Produkte und dem Tausch und Handel mit edlen Drechselhölzern.

Peter  Gwiasda, Gartenstraße 9, 61273 Wehrheim (Hobby-Drechsler und Ex-Profi-Redakteur)


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